Kerstin und floh hatten in den letzten Tagen schon ein paar Redewendungen beigesteuert und sind der Meinung, dass den paar Bildern (16 Stück) binnen Minuten passende Redewendungen zugeordnet werden können. Okay, die Zeit läuft…
Bild Nr. 1 (20:02 Uhr)

20:05, erster Punkt geht an floh. Die Geschichte zum Bild:
Kew Garden bei London. Sehenswerte Flora und Fauna, unter anderem diese beiden Enten. Die eine sieht ja wie die andere aus! Gilt hier mal wieder: „Gleich und gleich gesellt sich gern“?
Bild Nr. 2 (20:07 Uhr)

20:38 Uhr. Team „floh-kerstin“ hat die Lösung. „Einen Schritt vor dem Abgrund stehen“.
Auf Vulkantour auf La Palma. Kurze Rast mit wundervollem Ausblick, vor allem nach unten – „einen Schritt vor dem Abgrund“ stehend. Alter DDR-Witz: gestern standen wir vor dem Abgrund; heute sind wir einen Schritt weiter. haha
Bild Nr. 3 (20:42)

20:56 Uhr, die Lösung: „Schnauze voll haben“.
O-Ton Tochter vor drei Jahren: Ich möchte ein Haustier, ich kümmere mich drum, hege und pflege es… O-Ton Papa drei Jahre später: Ich „habe die Schnauze voll“. Unser tierliebes Kind ist nur mit Gewalt zu bewegen, sich um das Tier zu kümmern.
Bild Nr. 4 (20:56 Uhr)

21:00 Uhr, die Lösung, natürlich: „Eulen nach Athen tragen“.
Direkt vor unserem Haus hängt seit Jahren ein Nistkasten speziell für Käuze. Leider nur ein einziges Mal ließen sich diese beeindruckenden Tiere dort nieder und zogen Ihren Nachwuchs auf. Ein kleiner Kauz saß eines Tages völlig hilflos am Waldboden und wäre sicher von irgendeinem Fiesling vernascht worden, wenn wir ihn nicht – nein, nicht nach Athen, sondern – zur nächsten Vogelstation getragen hätten. Warum sollten wir „Eulen nach Athen tragen“, wenn es bis zur helfenden Stelle nur ein paar Kilometer waren?
Bild Nr. 5 (21:04 Uhr)

21:10 Uhr, die Lösung lautet: „Ins rechte Licht rücken“
In der Oberlausitz vor zwei Jahren. Der MDR brachte eine Sendung über verschiedene sanierungsbedürftige Kirchen in Mitteldeutschland, die sich an einem Wettbewerb um Fördermittel beteiligt hatten. Das große Finale wurde live übertragen, wir waren zufällig ein paar Tage auf Urlaub dort und fieberten natürlich mit. Es hatte geholfen und „unsere“ Kirche gewann. Diese Kirche in Walddorf wurde ja auch „ins rechte Licht gerückt“.
Bild Nr. 6 (21:07)

21:12 Uhr, die Lösung: „von oben herab“.
So selbstherrlich sieht ein Kauz aus, wenn er ca. 3 m über einem Menschen haust und diesen „von oben herab“ betrachten kann.
Bild Nr. 7 (21:14 Uhr)

21:20 Uhr, die Lösung: „Auf der faulen Haut liegen“.
Ich weiß echt nicht mehr, wo ich dieses Bild geschossen habe. Aber ich war wohl schon damals beeindruckt, wie man so öffentlich „auf der faulen Haut liegen“ kann.
Bild Nr. 8 (21:22 Uhr)

21:30 Uhr, die Lösung: „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“
Am Dresdner Residenzschloss wird fleißig gebaut. Ein Meilenstein war die Eröffnung des Grünen Gewölbes und aus diesem Anlass tanzte und flanierte die Tanzgruppe der Jugend-und Kunstschule Dresden vor dem Schloss in fantasievollen Kostümen. Nach dem Abschminken und dem Versuch, den goldenen Belag beim Goldschmied zu verklickern, mussten wir leider erkennen: „es ist nicht alles Gold, was glänzt“.
Bild Nr. 9 (21:31 Uhr)

21:33 Uhr, die Lösung: „Besser schlecht gefahren, als gut gelaufen“.
Der beste Weg, die Iren und ihr Land kennenzulernen: öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Einziger Nachteil: so ein Überlandbus fährt zwar über Land, aber nicht über jeden Berg. Sonst hieße er ja Überbergbus. Na gut, wir mussten jedenfalls mit Sack und Pack ca. 5 km bis zu unserem Hostel laufen. Es nieselte, die Rucksäcke wurden immer schwerer und so ganz sicher waren wir uns nicht, ob wir uns noch auf dem richtigen Weg befänden. Rettung nahte in Form eines Traktors. Der freundlichen Einladung: dschump up (sollte wohl jump up heißen) konnten wir nicht widerstehen, obwohl der Hänger auch vor uns schon echte Schafe transportiert hatte. Und Mist. Und ähnliches. Aber wir dachten uns: „Besser schlecht gefahren als gut gelaufen“.
Bild Nr. 10 (21:38 Uhr)

21:39 Uhr, die Lösung: „flügge werden“.
Von den Turmfalken vor meiner (ehemaligen) Arbeitsstätte hatte ich schon mal berichtet. Hier ein Bild von einem ersten Versuch, „flügge zu werden“.
Bild Nr. 11 (21:43 Uhr)

21:58 Uhr, die Lösung: „Sich selbst ein Denkmal setzen“.
Obwohl unsere Tochter ganz sicher noch keine Heldentaten vollbracht hat, bestieg sie nicht nur die Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz, sondern gleich noch den verwaisten Sockel einer verschwundenen Skulptur. Ob sie sich damit „selbst ein Denkmal setzen“ wollte, ist nicht überliefert.
Bild Nr. 12 (21:59 Uhr)

22:01 Uhr, die Lösung: „Nur das Genie beherrscht das Chaos“
Aus drei mach eins. Drei Computer völlig zerlegen und daraus einen funktionierenden zu machen, dieses Chaos kann nur ein Genie beherrschen. Oder unser Sohn.
Bild Nr. 13 (22:06 Uhr)

22:16 Uhr, die Lösung: „Eiskalt erwischt“.
Ein Oktobermorgen im Riesengebirge. Das Auto dick mit Reif bedeckt. Plötzlich bringt eine Kinderhand das Eis zum Schmelzen und zwei Kinderaugen schauen ins Auto. Hätte jemand die Idee gehabt, hinter den blinden Scheiben ein Schäferstündchen zu halten, wäre er „eiskalt erwischt“ worden.
Bild Nr. 14 (22:20 Uhr)

22:28Uhr, die Lösung: „Einen Bock schießen“
Auf einer Almhütte bei Saalbach-Hinterglemm fanden wir jede Menge spaßiger Utensilien. Außer dem Jagdzubehör gab es auch ein Schnupftabakschießgerät und ein Akkordeon. Mit diesem schockte ich meinen Sohn. Ich, völlig unmusikalisch, spielte plötzlich meisterlich auf dem Instrument – er konnte es nicht fassen! Die Überraschung währte nur kurz. Die Lösung: es war ein MD-Player eingebaut, ich hatte die Play-Taste entdeckt und füllte die Hütte mit wundervollen Klängen. Tiere kamen nicht zu Schaden.
Bild Nr. 15 (22:33 Uhr)

22:50 Uhr, die Lösung: „Aufeinander abfahren“.
Spätpubertärer Sohn und hochpubertäre Tochter gemeinsam in den Tiroler Bergen. Man hält es miteinander aus, aber die Aussage, beide würden „voll aufeinander abfahren“ wäre sehr weit von den Tatsachen entfernt. Da fährt man lieber einzeln den Berg runter und wird nur vom Photoshop-spielenden Papa gemeinsam auf ein Foto gebracht.
Bild Nr. 16 (22:52 Uhr)

22:49 Uhr, die Lösung von Kerstin noch bevor das Bild erscheint: „Aus dem Rahmen fallen“. Hellseherische Fähigkeiten wurden früher ganz heiß geahndet!
Nun auch zum ultimativ letzten Bild in „Redensartig“ noch die kleine Geschichte:
Dresden, Brühlsche Terrasse. Die Jugend- und Kunstschule trägt zur Unterhaltung von Touristen und Ureinwohnern bei. Daneben ein Zelt mit Kampfparolen zwecks Erhalt des Weltkulturerbetitels. Ein paar Wochen später ist der Titel weg, wir Dresdner sind mal wieder „aus dem Rahmen gefallen“.
Speakers Corner